Die richtige Sockelabdichtung schützt vor kostenintensiven Spätschäden

Den Sockel vor anstehendem Oberflächenwasser zu schützen und somit ein Eindringen von Feuchtigkeit in den Putz zu verhindern, ist eine der wichtigsten Ausführungen bevor der Außenanlagenbauer mit seinen Arbeiten an das Haus angrenzt, bzw. Erdreich oder Pflastersteine an den Sockel anstoßen.

 

Entsprechend der Richtlinien Fassadensockelputz / Außenanlage vom 3. Januar 2013 ist die Putzabdichtung NICHT Bestandteil des Putzes / Putzsystems und stellt immer eine "Besondere Leistung" dar, die gesondert auszuschreiben, zu beauftragen und zu vergüten ist. Der Auftraggeber bzw. sein Architekt / Landschaftsarchitekt / Planer muss festlegen, wer den notwendigen Feuchteschutz des Putzes am Gebäude ausführt.

Wir empfehlen unseren Kunden daher generell, die Leistungsverzeichnisse für den Außenputz und den Außenanlagenbau auf das Vorhandensein genau dieser Position zu prüfen und - falls nicht vorhanden - diese unbedingt mit aufzunehmen.


Zusammenfassung wichtiger Punkte

  • die Putzabdichtung ist ca. 50mm über die Geländeoberfläche hinaus zu führen, an Belagsflächen jedoch mindestens 50mm hoch
  • bei Treppen sollte die Putzabdichtung mindestens 80mm über die Treppenstufe ausgeführt werden, da hier mit verstärkter Feuchtigkeitsbelasung zu rechnen ist
  • im erdberührten Bereich ist die Putzabdichtung über den unteren Putzabschluss hinaus auf die vorhandene Bauwerksabdichtung oder angrenzende Baustoffe/ Untergrund ausreichend, jedoch mindestens 50mm, zu überlappen

Sockelabdichtung - aber richtig !

Der Überstand der Putzabdichtung über dem Gelände dient dazu, den Putz vor dem Eindringen von Oberflächenwasser/Feuchtigkeit zu schützen und sollte im Farbton des Sockels beschichtbar sein. Der sichtbare Übergang der Putzabdichtung zum Oberputz ist technisch notwendig und handwerklich nicht vermeindbar.

 

Vor die Putzabdichtung ist eine Schutzschicht (z.B. Noppenbahn, Dränmatte) als Schutz vor mechanischer/thermischer Beanspruchung einzubauen. Die Schutzschicht kann die Funktion einer Dränschicht übernehmen. Die Überlappung übereinander angeordneter Schutzschichten sollte ca. 200mm betragen.

 

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Wie es aussieht, wenn es falsch gemacht wurde: